Für viele ist Marokko ein Traumziel – sei es zum Surfen in Agadir, um die reiche Kultur der Berber kennenzulernen oder die beeindruckenden Wüstenregionen zu erkunden. Dabei möchten viele diese einzigartigen Eindrücke festhalten und mit anderen teilen. Besonders kompakte Modelle wie die Mini-Serie von DJI (DJI Mini 4 Pro*/ DJI Mini 3*) sind bei Reisenden und Campern beliebt, da sie klein sind und sich unkompliziert auseinanderbauen lassen. Doch in Marokko ist Vorsicht geboten: Drohnen sind dort für Privatpersonen streng verboten.
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Drohnen in Marokko – Ein Traumziel mit strengen Regeln
Der Import und Betrieb von Drohnen ist in Marokko illegal. Schon bei der Einreise prüfen Zollbeamte gezielt, ob Drohnen mitgeführt werden. Dies geschieht nicht nur an Flughäfen, sondern auch bei stichprobenartigen Kontrollen von Fahrzeugen. Ähnlich wie bei Waffen oder Alkohol wird dabei auch speziell nach Drohnen gesucht. Wird eine Drohne entdeckt, wird sie sofort beschlagnahmt und eine Anzeige erstattet, oft verbunden mit hohen Geldstrafen.
Warum sind Drohnen in Marokko verboten?
Die Regierung Marokkos begründet das Verbot mit Sicherheitsgründen. Sie könnten für Spionage, Terroranschläge oder die Verletzung der Privatsphäre missbraucht werden. Der Drohnenschmuggel nach Marokko, kann schwerwiegendere Konsequenzen haben. In gravierenden Fällen drohen sogar Inhaftierungen und gerichtliche Verfahren. Auch die Hilfe durch Botschaften ist in solchen Situationen begrenzt – meist bleibt es bei der Bereitstellung eines Dolmetschers und Anwalts.
Strenge Kontrollen bei der Einreise
Im Flugzeug ist es nicht möglich, eine Drohne mitzunehmen. Sie wird mit großer Sicherheit beschlagnahmt. An Grenzübergängen wie Tanger Med und Ceuta sowie die Grenze zu Mauretanien werden alle Fahrzeuge geröntgt. Zollbeamte führen nicht nur an Flughäfen, sondern auch bei Fahrzeugkontrollen an den Grenzen gezielte Durchsuchungen durch. Hierbei wird besonders nach Waffen, Alkohol und Drohnen gesucht.
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Erfahrungsbericht: Der Schmuggel einer Drohne nach Marokko
Während unserer letzten Reise nach Marokko und Westafrika lernten wir im Senegal einen Overlander kennen, der tatsächlich eine Drohne durch Marokko geschmuggelt hatte. Er befand sich auf dem Landweg nach Südafrika und wollte die Reise südlich von Marokko auch aus der Luft festhalten können. Er zerlegte die Drohne in ihre Einzelteile und versteckte diese im Motorraum seines Fahrzeugs. Die Steuereinheit transportierte er hinter seinem Einbauradio. Laut seiner Aussage seien die Scanner an den marokkanischen Grenzen nicht stark genug, um solche Verstecke zuverlässig zu erkennen. "Obwohl die Grenzkontrollen zunächst einschüchternd wirkten, lag der Fokus der Grenzbeamten stärker auf Waffen, Drogen und Menschenschmuggel. Bei der Drohne hatte ich weniger Bedenken, solange die einzelnen Teile entweder unauffällig wirkten oder gut versteckt waren." sagte er uns. Auch wir wurden bei unseren Grenzkontrollen nie aktiv nach Drohnen gefragt, sondern nur nach Alkohol und Waffen. Dennoch: Wir raten dringend davon ab, eine Drohne durch Marokko zu schmuggeln, da man sich damit strafbar macht. Wer auf seiner Afrikareise nicht auf Drohnenbilder verzichten möchte, sollte sich lieber südlich von Marokko eine Drohne kaufen oder sich ein Paket mit einer Drohne zusenden lassen. Das geht zum Beispiel zu DHL Packstationen in Banjul, Gamibia oder an private Unterkünfte und Campingplätze. Oder ihr nutzt die App iOverlander, um Kontakt zu Hosts aufnehmen und bittet sie, ein Paket für euch entgegenzunehmen. Jede dieser Optionen bedarf zwar einiger Vorbereitung und ist auch nicht unbedingt günstig, allerdings ist es unserer Auffassung nach das kleinere Übel, als sich mit unverantwortlichem Verhalten strafbar zu machen.